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Michaela Singler - Mit Frittenfett autofahren und Zimmer beleuchten


Schon während ihres Studiums in Dortmund traf auf viele Frauen, die das Bioingenieurwesen zu ihrem Beruf machen, auch wenn sonst in anderen Ingenieurfächern Frauen meist in der Unterzahl sind. „Mathe, Bio und Chemie habe ich in der Schule gern gemacht und ich war schon immer technikbegeistert. Bioingenieurwesen zu studieren lag da nicht fern. Ich wollte auch mithelfen, unsere Umwelt zu bewahren. Es ist toll, dass ich das jetzt in meiner täglichen Arbeit kann.“

Raus in die Praxis

Während die meisten Mitstudierenden nach dem siebensemestrigen Bachelor auch noch den Master machten, zog es Michaela schon weg von der Unibibliothek hinaus ins wahre Leben. Heute arbeitet sie in einem Unternehmen, das organische Produkte und Abfallstoffe verwertet. „Natürlich habe ich zum Studienbeginn nicht gedacht, dass ich im weitesten Sinne mal in der Abfallbranche arbeite. Aber es ist so spannend! Ich konnte es am Anfang selbst kaum glauben, wie viele Wertstoffe im Abfall stecken. Wir können es uns nicht mehr leisten, diese zu verschwenden. Meine Arbeit als Ingenieurin besteht z. B. darin neue Verfahren zu finden, die Wertstoffe zu isolieren und sie möglichst effektiv zu verwerten.“ Aus Frittenfett Biogas zu machen, oder organische Abfälle zu verbrennen und damit Strom zu gewinnen, ist heutzutage nichts Neues mehr. Aber die bestehenden Verfahren können immer verbessert werden. Möglichkeiten dafür zu finden und ins Unternehmen zu bringen ist eine der Aufgaben von Michaela.

Ideen entstehen nicht am "grünen Tisch"

Frisch von der Uni gekommen, kennt sie die aktuelle Technik und Wissenschaft, aber sie entwickelt ihre Ideen nicht am ‚grünen Tisch‘, sondern zum großen Teil vor Ort. „Meine Arbeit mache ich nicht nur am PC oder in Meetings, sondern ich spreche auch mit den Leuten aus der Produktion. Ingenieurarbeit ist nicht nur Kopfarbeit, das gefiel mir schon an der Uni.“ Geht es in Michaelas Arbeit zum einen darum, Verfahren zu optimieren, z. B. die Produktausbeute in einem bestimmten Prozess zu erhöhen, prüft sie zum anderen aber auch ganz neue Verfahren. Ein bestimmter Prozess zur Gewinnung neuer höherwertiger Produkte, der bislang noch nie realisiert wurde, oder verbesserte

Und hier müssen sich die Ideen bewähren.(Foto: SARIA Bio-Industries GmbH & Co. Verwaltungs- und Beteiligungs KG)

technische Möglichkeiten zur Steigerung des Wertes aktueller Produkte zu erarbeiten, damit beschäftigt sie sich. „Was mir an meiner Arbeit gut gefällt? Dass ich in einem eher kleineren Unternehmen nicht als hochspezialisierte Expertin für ein begrenztes Fachgebiet zuständig bin, sondern ganz unterschiedliche Aufgaben betreue, von der Idee bis zur Umsetzung. Ich komme viel rum, ich mache eine sinnvolle Tätigkeit und außerdem das, was ich am besten kann. Bioingenieurin ist ein Traumberuf.“