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Christoph Fleischler - In der Chemiefabrik der Zukunft

Christoph FleischlerChemieanlagen sind heutzutage meist riesig. Kilometerweit reihen sich Kolonnen, Rohrleitungen und Reaktoren, Schornsteine ragen in den Himmel. Solche Anlagen sind für große Produktmengen ausgelegt, denn nur so rechnet sich der hohe Zeit- und Investitionsaufwand beim Anlagenbau. „In der Spezialchemie oder in der pharmazeutischen Industrie brauchen wir für die Zukunft auch kleine, hochflexible Produktionsstätten und bauen sie deshalb modular in Containern. Modulare Anlagen können keine riesigen Mengen bewältigen, aber es geht oft auch darum, kleine Mengen wirtschaftlich und qualitativ zuverlässig herzustellen. Die einzelnen Module unserer Anlagen, wie die Beschickungsbehälter, die wir Rohstoffvorlagen nennen, die Kolonnen oder die Reaktoren, bestehen aus immer den gleichen ,Bausätzen‘. Darin liegt der Vorteil unserer Idee. Wir reden über wirklich kleine Module, unsere Testanlage im 20-Fuß-Container könnten wir in einem Fußballtor unterbringen“. 

Vom Studium in die Forschung

Seine Diplomarbeit schrieb Christoph über den Aufbau von modularen Produktionsanlagen. Jetzt arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem großen EU-Forschungsprojekt an Sicherheitsanalysen und Zuverlässigkeitsbetrachtungen für modulare Produktionsanlagen. Christoph ist täglich im Technikum, wo die neuen Anlagen getestet werden. Seine Erfahrungen bei den Testläufen gibt er im Team weiter, in dem Experten/-innen aus ganz Europa zusammenarbeiten. Neben der Forschungsarbeit, die in eine Promotion münden soll, pflegt Christoph weiterhin enge Beziehungen zur TU Dortmund. So betreut er zum Beispiel Abschlussarbeiten von Studierenden.

Ingenieure sitzen nicht nur am Schreibtisch

„Nur am Schreibtisch sitzen? Dafür bin ich ja nicht Ingenieur geworden. Ich habe viel Gelegenheit, an unseren Anlagen zu lernen, was chemische Produktion eigentlich ist. Das wird mir nach meiner Promotion zugute kommen. Es ist toll, dass ich praktische und theoretische Arbeit in meinem Projekt verbinden kann. Was ich Studierenden rate? Durchbeißen, es lohnt sich! Und auch mal über den Tellerrand schauen. Ich habe während meines Studiums ein halbes Jahr in Shanghai gearbeitet. Das Studium hat zwar dadurch ein bisschen länger gedauert, aber das ist nicht schlimm. Die Erfahrungen dort waren einmalig.“