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Doris Lawrenz - Entwicklungshilfe made in Teuteburger Wald

Doris LawrenzDoris Lawrenz hat schon in den achtziger Jahren in Dortmund Chemieingenieurwesen, damals noch Chemietechnik, studiert. Ihr Berufsweg führte sie über ein großes Chemieanlagenbau-Unternehmenin ein kleines Ingenieurbüro, in dem sie jetzt Beruf und Familie gut unter einen Hut bringen kann, denn sie hat eine Tochter, die sie allein erzieht.

Projekte von Deutschland biszu den Galapagos-Inseln

Aus dem Bürofenster schaut Doris in den Teutoburger Wald, beruflich reichen ihre Kontakte aber in die ganze Welt – nach Spanien, Polen, Ekuador und die USA. So verschieden die Orte, so verschieden sind ihre Projekte und so vielfältig sind die Aufgaben, die sie als Ingenieurin in der Lebensmitteltechnik lösen muss: Ein spanischer Hersteller will die Produktion der Fruchtgelees für seine Eiscreme automatisieren– Doris entwirft die Anlage. Ein Speiseölhersteller in Deutschland will seine Produktion erweitern, hat aber auf seinem Gelände keinen Platz für neue Maschinen – Doris findet die Lösung, indem sie eine neue Anlage innerhalb einer vorhandenen aufstellt.

Entwicklungshilfe für Ekuador

Für die Galapagos-Inseln arbeitete Doris an einer Anlage mit, die Jatropha-Öl zur Energiegewinnung nutzt. Jatropha-Öl zu verwenden hat zwei Vorteile, die für die Nachhaltigkeit wichtig sind: Es wird nicht aus Monokulturen gewonnen und es ist leicht toxisch und daher nicht essbar, sodass kein Problem bezüglich der Nahrungsmittelpreise entsteht. Die Bauern von Manabi ernten die Samen aus den reichlich vorhandenen Hecken an ihren Feldrändern und gewinnen so ein kleines Zubrot zu ihrem schmalen Einkommen. Die gesammelten Samen werden zu Öl gepresst, das dann in den Stromgeneratoren verwendet wird. Große Energiemengen kann man so natürlich nicht gewinnen, aber als Backuplösung sind die Jatropha Öl-Generatoren wichtig, damit auch an Tagen ohne Sonne und Wind die Lichter auf Galapagos nicht ausgehen.

Langeweile gibt es nicht

„In einem kleinen Ingenieurbüro zu arbeiten ist sehr reizvoll, denn wir konzentrieren uns auf sehr spezielle Anlagen und Kundenwünsche. Unsere Lebensmittelanlagen sind kleiner als die großer Anlagenbaufirmen, und sie entstehen auch nicht 0815 ‚am Fließband‘. Jeder Kunde hat seine speziellen Anforderungen und Probleme, Lösungen entstehen im gemeinsamen Austausch und sind immer ganz individuell. So wird mir auch in den nächsten zwanzig Jahren nicht langweilig werden. Was ich darüber hinaus genieße, ist die Arbeit in einer familiären Atmosphäre. Meinen Geschäftsführer sehe ich jeden Tag, es sei denn, ich bin unterwegs.“